Schülerwettbewerb „ECHT KUH-L!

Mit unseren 8. Klassen der Rupert-Ness-Realschule Ottobeuren haben wir uns für den bundesweiten Schülerwettbewerb „ECHT KUH-L!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beworben.

Im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichtes haben sich unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Regionalität“ des diesjährigen Wettbewerbs befasst. Hierbei stand das Motto „Wissen wo’s herkommt – Lebensmittel aus der Region“ im Mittelpunkt. In mehreren Unterrichtsstunden mit Informationsmaterialien, Recherche-arbeiten sowie einer Exkursion haben die Jugendlichen nach Antworten auf u.a. folgende Fragestellungen gesucht:

  • Welche Vorteile haben heimische Lebensmittel?
  • Wie arbeiten die (Bio-)Bauern in der Region?
  • Woran erkennt man regionale Produkte und wo kann man sie kaufen?

Als geeigneter Kooperationspartner vor Ort erwies sich die Firma Feneberg, wobei wir unser Augenmerk auf verschiedene Produktbereiche der Feneberg-Marke „VonHier“ richteten.

Getreu dem Motto „Aus der Heimat für die Heimat“ haben wir im Rahmen einer Exkursion einen Produzenten (den Biobauernhof von Bernhard Hartmann in Günzach) besucht, um einen Einblick in dessen Arbeit zu erhalten und die Idee hinter der Marke „VonHier“ für die Schülerinnen und Schüler zu veranschaulichen und greifbarer zu machen.

Basierend auf den Eindrücken und den gewonnenen Erkenntnissen aus der Exkursion haben wir zusammen mit den Schülern und großer Begeisterung einen Werbespot über die Feneberg Produktelinie „VonHier“ gedreht. Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir einzelne Szenen mit Playmobilfiguren dargestellt.

Den Link zum Film auf Youtube finden Sie hier.

Unser Gesamtkonzept

Von der ersten Idee bis zum fertigen Ergebnis

Herangehensweise und Themafindung

Bekannt war uns „ECHT KUH-L!“ schon aus dem letzten Schuljahr, so warteten wir gespannt auf das Thema dieses Schuljahres. Zu dem Motto „Wissen wo`s herkommt – Lebensmittel aus der Region“ war eigentlich sofort klar, worauf wir uns konzentrieren sollten: Die Produkte „VonHier“ eignen sich perfekt.

Also überlegten wir uns die Herangehensweise genauer, auch das Unternehmen Feneberg wollte einen Konzeptplan sehen (siehe Anhang). Um das Thema „Wissen wo`s herkommt – Lebensmittel aus der Region“ umfassend zu erarbeiten und zu bearbeiten wollten wir eine Unterrichtssequenz dazu erstellen (siehe Arbeitsblätter im Anhang), eine eindrückliche Veranschaulichung der „VonHier“-Philosophie versprachen wir uns von einer Exkursion zu einem „VonHier“-Bauern vor Ort.

Vorbereitende Unterrichtssequenz

Die Unterrichtssequenz umfasste einen Einblick in die Unterschiede der konventionellen  gegenüber der ökologischen Landwirtschaft, das Thema „Bio“ wurde kritisch hinterfragt, die Bedeutung der unterschiedlichen Bio-Siegel von den Schülern erarbeitet. Als Vertiefung gab es ein Blatt, das die Schüler beim nächsten Einkauf im Supermarkt bearbeiten durften. Eingebettet war diese Sequenz in unseren Religions- bzw. Ethikunterricht. Der Bezug zum Lehrplan bot sich in Religion beim Punkt „Die Schöpfung“ und in Ethik zu „Unsere Umwelt“ in der achten Jahrgangsstufe an.

Zur Vorbereitung gestalteten die Schüler selbst einen Fragebogen.

Die Exkursion

Das Unternehmen „Feneberg“ stellte den Kontakt zu seinem „VonHier“-Bauern her, wir organisierten den Bus. Einen ganzen Vormittag verbrachten wir auf dem Bauernhof. Bauer Hartmann zeigte uns seinen Hof und erklärte, worauf er zu achten hätte, um Feneberg beliefern zu dürfen. So ging er zum Beispiel auf das Thema Enthornung und auch Antibiotika auf Nachfrage der Schüler ausführlich ein. Wir durften die Tiere im Stall und im Freilauf sehen und auch streicheln, die Schüler waren begeistert. Auch das verwendete Futter zeigte und erklärte uns Bauer Hartmann (siehe Bilder im Anhang und im Film).

Im Anschluss an die Führung und umfassende Erklärung folgte eine Phase, in der die Schüler noch weitere Fragen stellen durften. Für Speis und Trank war gesorgt: Vor Ort gab es eine Verkostung mit VonHier-Produkten.

Im Anschluss an die Verköstigung folgte eine Kreativphase: Mit ihren Smartphones durften die Schüler in Kleingruppen ohne feste Vorgaben erste Fotos rund um das Thema „VonHier“ (Einige Bilder dazu befinden sich im Anhang und im Film) schießen.

Erstellung des Werbespots

In einer gemeinsamen Unterrichtsstunde sammelten wir alle Ideen für den Werbespot zusammen. Aus allen Ideen wählten wir gemeinsam einen groben Szenenablauf.

Der Film sollte die Vorzüge der „VonHier“-Produktreihe und damit auch der ökologischen Tierhaltung herausstellen. Den Beschluss, mit Playmobil-Figuren zu arbeiten, hatten wir Lehrer schon früher getroffen, so konnten wir die Problematik von Schülerfotos umgehen, daher sind unsere Schüler im Film maximal nur von hinten zu sehen. Dies ist auch der Grund, warum die Schüler schon in der Kreativphase auf dem Bauernhof mit Playmobilfiguren Fotos gemacht haben, die Figuren stammen aus dem Privateigentum einzelner Schüler. Zwei der Figuren brachten einen Schüler auf die Idee, als roten Faden durch das Video ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter zu verwenden. Das Grobkonzept stand damit.

So konnten wir die Schüler in Kleingruppen arbeiten lassen und es entstanden die ersten konkreteren Ideen für die einzelnen Szenen. Eine Gruppe beschäftigte sich beispielsweise mit den Möglichkeiten zur Umsetzung des Aspektes, dass „VonHier“ bedeutet, die Produkte stammen aus einem Umkreis von 100 km rund um Kempten. Dazu erstellte die Gruppe verschiedene Fotos, wählte die beste Idee und formulierte den Infotext, der im Video zu lesen ist, dazu.

Ähnlich arbeiteten auch die anderen Gruppen. Für die Darstellung der Nachverfolgung der Produkte über www.bio-mit-gesicht.de ging die betreffende Gruppe zusätzlich in einen der Computerräume der Schule, um dies zu recherchieren und zu fotografieren sowie die zugehörigen Text zu entwerfen.

Eine weitere Gruppe wählte Bilder aus dem Fundus, der bei der Exkursion entstand, aus, die im Film verwendet werden könnten.

Für die Darstellung der Produktvielfalt besorgten wir Lehrer verschiedene Produkte, die die betreffende Schülergruppe vorher ausgesucht hatte. Die Gruppe suchte auf dem Schulgelände unterschiedliche Locations und lichtete dort die Produkte ab. Hierbei entstand auch die witzige Idee zum „VonHier“-Bier in der Kreativphase dieser Gruppe.

So erarbeiteten mehrere Kleingruppen die einzelnen Teile des Films, dabei hatten immer zwei Gruppen denselben Teil zu bearbeiten, da wir eine große Schüleranzahl an dem Projekt beteiligen wollten.

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen führten wir in einer gemeinsamen Stunde zusammen. Mit Mehrheitsbeschluss wurde das Ergebnis abgesegnet, eine letzte Bearbeitung und die Musikauswahl fanden im Anschluss mit einer weiteren Kleingruppe statt. Erstellt wurde der Film mit dem Programm Windows Movie Maker, das auf jedem Windows-Rechner funktioniert und auch für Schüler leicht zu verstehen und anzuwenden ist. In dieser Phase wurden unter unserer Betreuung auch die Textbausteine eingefügt und ihr Design festgelegt.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Ergebnis in Form des Werbespots wird vom Unternehmen Feneberg auf dessen Facebook-Account verwendet werden. Zusätzlich haben wir das Video auf der Plattform Youtube veröffentlicht und es mit unserer Schulhomepage verlinkt.